Issacharoff Jeremy

Publié le par Mémoires de Guerre

Jeremy Nissim Issacharoff (1955 in London) ist ein israelischer Diplomat und seit dem 29. August 2017 Botschafter Israels in Deutschland.

Issacharoff Jeremy
Issacharoff Jeremy

Leben

Jeremy Issacharoff trat 1982 in den diplomatischen Dienst ein, arbeitete unter anderem als Berater von Benjamin Netanjahu in dessen Amtszeit als Israels UN-Botschafter (1986–1989). Später beriet er die israelische Botschaft in Washington. Zwischen 2003 und 2008 war Issacharoff Mitglied des UN-Beraterausschusses für Abrüstung, zwischen 2010 und 2014 Botschafter für strategische Angelegenheiten im Außenministerium und dort unter anderem für Abrüstung und Iran zuständig. Von 2014 bis 2017 war er Vize-Generaldirektor des israelischen Außenministeriums. Am 4. April 2017 ernannte ihn der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin zum Botschafter des Staates Israel in Deutschland. Am 17. März 2020 wurde Issacharoff positiv auf die Atemwegserkrankung COVID-19 getestet, woraufhin die israelische Botschaft in Berlin geschlossen wurde.

Wirken

Am 29. August 2017, dem Tag seiner Akkreditierung, nahm Issacharoff an einer Gedenkveranstaltung am „Gleis 17“ im Bahnhof Grunewald für die Opfer des Nazi-Regimes teil. Von hier aus hatte das NS-Regime 1941–1945 über 500.000 deutsche Juden deportiert und größtenteils ermordet.

Kritik

Die Berufungskommission des israelischen Außenministeriums erntete Kritik, nachdem das Komitee Issacharoff vor acht weiteren Kandidaten wählte, von denen die meisten der deutschen Sprache mächtig sind. Aufgrund eines geplanten Treffens des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit Vertretern von Schovrim Schtika („Breaking the Silence“) und B’Tselem sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Treffen mit Gabriel ab. Einer von Issacharoffs beiden Söhnen ist Sprecher von „Schovrim Schtika“, einer der Organisationen, um die es damals ging.

Privates

Jeremy Issacharoff ist verheiratet mit Laura Kam und hat zwei Söhne und eine Tochter.

Publié dans Diplomates

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