Hannah Arendt : Duell mit Adolf Eichmann

Publié le par Kultunews

"Ich wurde eigentlich zu diesem Film getrieben", sagt Margarethe von Trotta über "Hannah Arendt" mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle. Der Film über die Philosophin und Politikwissenschaftlerin startet morgen bundesweit in den Kinos.
 

Hannah Arendt - Duell mit Adolf Eichmann

Hannah Arendt - Duell mit Adolf Eichmann

Lange Zeit schien von Trotta eine Verfilmung des Lebens der Philosophin unmöglich. Wie die Regisseurin in einem Interview mit wdr.de sagte, gelang ihr ein guter Zugriff erst mit der Konzentration auf Arendts Auseinandersetzung mit Adolf Eichmann, dem Leiter der Judendeportation im nationalsozialistischen Deutschland. Von Trotta weiter: "Da hatten wir eine Filmfigur, einen Gegner, den man auch ansehen konnte und nicht nur ein Gedankengebäude. Das war ja auch so eine Art Duell zwischen Eichmann und ihr."

Der Film "Hannah Arendt" erfasst auf Grund dieser Entscheidung nicht das gesamte Leben der Frau, die mit ihrem Buch "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen" weltweit bekannt wurde, aber auch für größte Empörung sorgte; wer sich für mehr als nur diese wenigen Jahre im Leben der jüdischen Philosophin interessiert, sollte sich unbedingt selbst informieren. 

Hannah Arendt, die zu Beginn des Nationalsozialismus zuerst von Deutschland nach Paris und dann in die USA fliehen musste, bietet wegen ihrer Liaison mit Martin Heidegger und ihrer aktiven Zeit als Zionistin nicht nur Stoff für gleich mehrere Schwerpunkte in einer Biografie. Sie war auch eine der kompromisslosesten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts; von Trotta fängt mit Arendts Berichterstattung über den Eichmann-Prozess die kompromisslosesten Jahre der Philosophin ein.

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