Vetter Helmuth
Helmuth Vetter ( 14. Dezember 1942 in Bratislava) ist ein österreichischer Philosoph. Nach der Schulzeit besuchte Vetter von 1956 bis 1961 die Bundes-Lehrerbildungsanstalt in Linz. Anschließend studierte er Philosophie, Germanistik, Klassische Philologie und Pädagogik an der Universität Wien.
Von 1966 bis zur Promotion 1968 war er als Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Philosophie tätig. Ab dem Wintersemester 1968/69 konnte er als Universitätsassistent mit verschiedenen Lehraufträgen eine selbständigen Lehrtätigkeit ausüben. Im Jahr 1978 erfolgte die Habilitation und die Verleihung der Lehrbefugnis als Universitätsdozent für das Gesamtgebiet der Philosophie. Vetter arbeitete als Außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Philosophie der Universität Wien, bis er am 1. Oktober 2004 in den Ruhestand übertrat.
Auch danach setzte er Tätigkeiten in Lehre und Forschung fort. Vetters Arbeitsschwerpunkte sind die Hermeneutik, Phänomenologie, Metaphysik und Ontologie sowie die Philosophie der Antike. Er war Begründer und mehrfach Leiter der Wiener Tagungen zur Phänomenologie. In dem von ihm unter Mitarbeit von Ulrike Kadi und Klaus Ebener herausgegebenen Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe verfasste er über 180 Artikel. Zur Martin Heidegger Gesamtausgabe trug er mit Transkription, Edition und Nachwort von Band 23 bei (II. Abteilung: Vorlesungen 1919-1944: Geschichte der Philosophie von Thomas von Aquin bis Kant (Wintersemester 1926/27)).
Vetter ist Mitglied der Martin-Heidegger-Gesellschaft, der Internationalen Bernhard-Welte-Gesellschaft und der von ihm mitbegründeten Österreichischen Gesellschaft für Phänomenologie, deren Präsident von 1996 bis 2004 war. Er betätigt sich in den Beiräten bzw. Herausgebergremien der Heidegger Studies, des Heidegger-Jahrbuchs, der Eugen Fink Gesamtausgabe, von Orbis Phaenomenologicus, von Existenzanalyse. Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse sowie der Studia Phaenomenologica - Romanian Journal for Phenomenology. Vetter heiratete 1975 Johanna Steinschaden und hat mit ihr seit 1976 einen Sohn, Johannes.
