Harm Hermann
Hermann Harm (30. September 1894 in Halle/Saale ; 28. November 1985 in Hartenholm) war ein deutscher SS-Brigadeführer und ein Generalmajor der Polizei, der als SS- und Polizeiführer (SSPF) tätig
war. Harm, Sohn eines Eisenbahninspektors, studierte vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges Elektronik. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende war er in der Landwirtschaft und später als
Gutsverwalter tätig. Der NSDAP (Mitgliedsnr. 204.385) und SA trat er 1930
bei und wechselte von der SA im Februar 1932 zur SS (Mitgliedsnr. 21.342). Von Februar bis Dezember 1932 führte
er den II. Sturmbann der 40. SS-Standarte in Kiel, danach bis Juni 1933 die 4. SS-Standarte in Hartenholm und war von März bis Dezember 1933 Stabsführer im Oberabschnitt „Nord“. Anschließend war
er Führer im SS-Abschnitt XIV (Bremen) bis März 1935 und danach bis April 1937 Stabsführer im Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA).
Von April 1937 bis Juni 1938 war er beim Gerichtsamt des Stabes Reichsführer-SS tätig und wurde 1938 SS-Ehrenführer. Von Mai 1939 bis Juli 1942 war er Stabsführer im SS-Oberabschnitt „Nord“
(später in Ostsee umbenannt) unter Emil Mazuw und im Juli 1942 SS- und Polizeiführer z. b. V. beim Höheren SSPF
„Rußland-Süd“ Hans-Adolf Prützmann. Ab August 1942 war er SSPF Dnjepropetrowsk, danach wieder SSPF z. b.
V. beim HSSPF „Rußland-Süd“ bis Juli 1943. Seine Aufgaben umfassten dort die Durchführung von Sonderaufträgen zwecks Bandenkampf in den Pripjetsümpfen. Von Anfang Juli 1943 bis April 1944 war er
SSPF Litauen und danach bis Herbst 1944 beim Höchsten SSPF „Ukraine“ Prützmann. Seine letzte Station war ab August 1944 bis Anfang Mai 1945 die Position des Adjutanten unter dem HSSPF „Alpenland“
Erwin Rösener. Nach der Kriegsende war Harm als Landwirt in Schleswig-Holstein tätig. Er starb im November 1985 in Hartenholm.